Gute Laune an! Wie? Durch glückliche Darmbakterien: 6 Tipps dazu

Ich komme heute noch einmal auf den Zusammenhang zwischen deinen Emotionen und dem Zustand deiner Darmflora zurück, weil ich es so wichtig finde und man gar nicht weit genug unter den Menschen verbreiten kann, dass unser Gehirn, unser Darm sowie unsere Darmbakterien in direktem Kontakt zueinanderstehen und sich somit auch gegenseitig beeinflussen.

 

Unsere Darmbakterien sind zwar auch für eine gesunde Verdauung unerlässlich, aber eben auch auf anderer Ebene mitverantwortlich für die Gesundheit unseres Gehirns.

Sie haben u.a. Einfluss auf unser Hormonsystem und auch auf die Neurotransmitter unseres Nervensystems, daher spielen sie eine erhebliche Rolle dabei, in welcher Stimmung du dich gerade befindest.

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Das Gute ist, unser Mikrobiom ist nicht statisch, es ändert sich ständig und passt sich an! Du bestimmst selbst wie durch das, was du isst!

Einfach gesagt: ess die richtigen Dinge und züchte dir so eine gesunde Darmflora. It’s that simple! Und auch wieder nicht…Mit einer dauerhaft gesunden Darmflora reduzierst du dein Risiko zu erkranken (z.B. an neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson, Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes Typ 2, andere entzündliche Erkrankungen oder Darmkrebs).

 

Wie verhelfen gute Darmbakterien mir zu guter Laune?

 

Unsere tollen, probiotischen Bakterien in unserem Darm produzieren z.B. Neurotransmitter wie Dopamin, Serotonin und GABA, die unsere Laune (positiv) regulieren. GABA ist ein sog. Inhibitorischer Neurotransmitter, der unsere Nerven und bestimmte Regionen im Gehirn beruhigt, die überaktiv sind bei Panik, (negativem) Stress, Angst und Depression.

 

Sowohl in Tierstudien als auch bei Menschen wurde bereits gezeigt, dass probiotische Nahrung & Probiotika einen extrem positiven Effekt haben auf unsere Gesundheit und unser Verhalten, z.B. deutlich weniger depressive Verstimmung und ängstliches Verhalten, höhere Stressresistenz und allgemein ein geringeres Level an Cortisol (unser Stresshormon) im Blut. (Bravo et al., 2011)(Bercik et al., 2010)

 

Bei einer ungesunden Darmflora hingegen läuft es, grob skizziert, folgendermaßen ab:

 

Ungesunde Darmflora/Dysbiose –> Hefen und pathogene Bakterien können sich vermehren

  • Darmwand wird „löchrig“, die Barrierefunktion des Darms nimmt ab
  • sowohl Bakterien als auch Hefe produzieren Toxine, die somit ins Blut und in den Körper gelangen können (u.a. auch ins Gehirn)
  • Immunreaktion und Entzündungsreaktion finden statt
  • Depression, Anxiety, Stress, instabiler mentaler Zustand und andere Krankheiten sind die Folge

 

(Rucklidge, 2013)

 

Wie kann ich meine Darmflora gesund essen damit ich gut drauf bin?

 

  1. Lasse den Zucker weg oder minimiere deinen Zuckerkonsum soweit wie möglich!
  2. Genug schlafen (damit dein Darm sich ausreichend regenerieren kann)
  3. Regelmäßig Entspannung und Meditation (um deinen Cortisolspiegel niedrig zu halten und deine Verdauung zu fördern)
  4. Iss Ballaststoffe (um deine guten Bakterien richtig zu füttern und ihnen die Oberhand in deinem Darm zu überlassen); z.B. Nüsse, Hülsenfrüchte, Vollkorn, Obst, Gemüse
  5. Iss probiotisch! Z.B. Sauerkraut (nicht pasteurisiert, damit noch alle guten Bakterien enthalten und nicht schon tot sind), auch Joghurt, Kefir, Kimchi, Tempeh….
  6. Für Menschen mit vielen Verdauungsproblemen oder auch anderen Beschwerden empfiehlt sich für eine Zeitlang ein gutes Probiotikum zusätzlich zu nehmen, um die Darmflora wieder richtig aufzubauen. Ich gebe dir gerne eine Probiotika Beratung schreib mir dazu einfach eine Nachricht!

 

In diesem Sinne: Gute Laune an!  🙂

 

Bleib gesund,

deine Sarah

 

Referenzen

Bercik, P., Verdu, E. F., Foster, J. A., Macri, J., Potter, M., Huang, X., … Collins, S. M. (2010). Chronic Gastrointestinal Inflammation Induces Anxiety-Like Behavior and Alters Central Nervous System Biochemistry in Mice. Gastroenterology, 139(6), 2102–2112.e1. https://doi.org/10.1053/j.gastro.2010.06.063

Bravo, J. A., Forsythe, P., Chew, M. V, Escaravage, E., Savignac, H. M., Dinan, T. G., … Cryan, J. F. (2011). Ingestion of Lactobacillus strain regulates emotional behavior and central GABA receptor expression in a mouse via the vagus nerve. Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America, 108(38), 16050–5. https://doi.org/10.1073/pnas.1102999108

Rucklidge, J. J. (2013). Could yeast infections impair recovery from mental illness? A case study using micronutrients and olive leaf extract for the treatment of ADHD and depression. Advances in Mind-Body Medicine, 27(3), 14–8. Retrieved from http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23784606

 

 

 

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