Warum deine Darmbakterien und dein Stoffwechsel Kokosöl und Kokosnüsse toll finden und dir beim Abnehmen helfen können

An alle, die oft denken „das ist mir zu fettig“: weiterlesen, denn es kommt immer auf die Art des Fettes an, also solltest du niemals Fett per se meiden, zumal eine optimale Gehirnleistung und auch Muskelleistung nur mit einem gewissen Fettanteil in unserer Nahrung zu erreichen sind. Wir haben ja bereits ein klein wenig über Omega 3 Fettsäuren geredet. Heute machen wir einen kleinen exotischen Ausflug: Kokosöl steht auf dem Speiseplan!

Kokosnuss und vor allem Kokosöl sind der absolute Bringer für deine Gesundheit und auch für deinen Darm. Qualitativ hochwertiges Kokosöl enthält viele mittelkettige Fettsäuren (MCT), größtenteils Laurinsäure, die leicht verdaulich sind, also sehr gut vom Körper aufgenommen und verstoffwechselt werden können. Aufgrund der vielen guten Eigenschaften von MCTs wird diese Art des Fettes auch bei Stoffwechselerkrankungen sowie Krankheiten (Pankreas Insuffizienz, Kurzdarmsyndrom, Pankreatitis, cystische Fibrose…) und in der künstlichen Ernährung eingesetzt. Abgesehen von der schnellen Aufnahme in unsere Leber und Mitochondrien, in denen die Fettsäure schnell verstoffwechselt wird, was bewirkt sie genau?

MCTs kurbeln die Fettoxidation (also Fettverbrennung) an und können einer Lipogenese (also Fettaufbau) entgegensteuern. In Studien konnte gezeigt werden, dass MCTs somit Gewichtszunahme verhindern und in fettleibigen Personen (BMI >25) zu Gewichtsreduktion führen konnten. Fett hilft also beim Abnehmen? Ja, gewissermaßen schon! (St Onge et al 2003; Matsuo et al, St Onge et al 2004). Damit zusammenhängend können MCTs außerdem die Darmwand „stärken“, also die Durchlässigkeit des Darmepithels und der Darmschleimhaut verringern (Stichwort „Leaky gut“), damit weniger Toxine (Giftstoffe) und Bakterien über das Blut in unseren Körper gelangen können. Dies wurde zumindest in Versuchen gezeigt (Kono et al 2003). Kokosöl sorgt außerdem dafür, dass unsere „guten“ Bakterien die Überhand haben und Pathogene sich nicht vermehren können, sorgt also auch für eine stabile und vielseitige Darmflora.

Im praktischen Gebrauch ist Kokosöl sehr hitzestabil (im Gegensatz z.B. zu Olivenöl oder Leinöl), kann also gut zum Backen und Braten verwendet werden und verleiht Smoothies eine cremigere Konsistenz und leichte exotische Note oder schmeckt auch auf dem Brot (z.B. als Butterersatz) etc….

So, genug vom kurzen Ausflug in die Wissenschaft, jetzt aber an den Kochtopf mit euch!

linsencurry-2

Einfaches Linsencurry mit Kokosmilch

Vorsicht! Dieses Gericht hat Suchtpotential! Es duftet unglaublich und gelingt außerdem immer. Ich finde, es passt super bei kaltem Wetter aber auch wenn es draußen usselig ist (wie man bei uns sagt), aber natürlich auch sonst J

Die exotische Gewürzkombination passt perfekt zusammen mit den Linsen, Kürbis, Süßkartoffel und der cremigen Kokosmilch.

Dieses Gericht ist sehr nahrhaft und sättigt gut durch den hohen Ballaststoff- und Proteingehalt der Linsen. Kürbis enthält viel Vitamin A, C und wertvolle Mineralien wie Kalium und Magnesium.

Für ca 3-4 Leute

 

Gewürzmischung

1,5 TL Cumin (Kreuzkümmel)

1 TL Kurkuma, gemahlen

1 TL Koriander, gemahlen

1 TL Zimt

1 TL Paprika, scharf

1 TL Koriander, gemahlen

 

Gemüse

2 mittelgroße Zwiebeln

4 Knoblauchzehen, zerdrückt oder geschnitten

1 kleiner Hokkaido-Kürbis (am liebsten klein geschnitten und in Kokosöl im Ofen geröstet) oder Butternuss (gekocht oder geröstet)

Anmerkung: Hokkaido mit Schale, Butternuss OHNE Schale J

1 Süßkartoffel, klein gewürfelt. Aubergine passt auch ganz gut

1 kleine Chili-Schote (auch weniger, je nach Belieben)

1 Hand voll Spinat (es geht auch TK)

 

Sonstiges

1 EL Kokosöl

250g Berglinsen oder rote Linsen (gewaschen)

1 Dose Kokosmilch (ohne Zusätze wie Emulgatoren und Stabilisatoren! Davon rate ich generell dringend ab)

1 Dose gehackte Tomaten

ein Spritzer Zitronensaft

1 EL Tahini (Sesammus)

3 EL Sojasauce (oder Tamari = glutenfrei)

2 EL natives Olivenöl extra

1 EL Honig oder Agavendicksaft

 

  1. Alle Gewürze kurz trocken anrösten im Topf, der Duft und Geschmack entfaltet sich so optimal (nicht verbrennen lassen!)
  2. Dann das Kokosöl zugeben und geschnittene Zwiebel und Knoblauch dazugeben und braten bis sie glasig sind
  3. Kürbis (wenn noch nicht gekocht) und Süßkartoffel dazugeben
  4. die Linsen dazugeben, mit etwas Wasser aufgießen und köcheln lassen, ggfs. Wasser nachgießen, bis die Linsen schön weich sind (ca. 20 Min) und das Wasser aufgesogen haben
  5. Dosentomaten und Kokosmilch dazugeben (jetzt nicht mehr zu stark kochen lassen, die Kokosmilch flockt sonst aus), Hitze etwas runter drehen
  6. Spinat hinzugeben und kurz köcheln lassen (ca. 3 Min)
  7. Mit Chili, Tahini, Sojasauce, Agavensaft, Zitrone, Olivenöl, Pfeffer und Salz würzen, mit 1 Klecks Joghurt servieren und Koriander (wer mag)

Dazu passt z.B. Reis oder Quinoa, Brot und Salat

 

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